Meine Motivation

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz hat mit dem Inkrafttreten der neuen Verfassung per 1.1.2020 einen Neuanfang gesetzt, mit dem klaren Vorsatz, die nationale Ebene als Kirchengemeinschaft zu stärken. Es gilt nun durch eine neue personelle Besetzung des Präsidiums eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens aufzubauen und eine transparente, kollegiale Führungskultur zu etablieren. Die Bundesbehörden, Ökumene, Rat der Religionen sowie Medienschaffenden brauchen nach Zeiten der Unsicherheit von Seiten der EKS eine verlässliche, kontinuierliche Leitung als Kontaktpunkt. 

Ich stelle meine 28-jährige Erfahrung in Pfarramt, Dekanat, Pfarrausbildung, Parlamentsarbeit und strategischer (Rat EKS) sowie operativer (Abteilungsleitung) Führung zur Verfügung, damit die EKS auf nationaler Ebene ein starkes Gegenüber für Politik, Wirtschaft, Bildung und Ökumene wird. 

Ich glaube an die Zukunft meiner im Glauben an Jesus Christus verwurzelten und deshalb offenen, dynamischen, vielfältigen und gleichberechtigten Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. 

 

Die Kräfte der Mitgliedkirchen Bündeln

Mit den knapper werdenden Ressourcen in allen Mitgliedkirchen gilt es sorgfältig abzuwägen, welche gemeinsamen Aufgaben in der EKS gebündelt und somit an sie delegiert werden sollen. Die EKS soll mit einer agilen Geschäftsstelle zur Dienstleisterin der Mitgliedkirchen werden. Im Zusammenwirken mit Rat, Konferenz der Kirchenpräsidien, Synode und der Geschäftsstelle sollen möglichst rasch die Handlungsfelder bestimmt und die personelle Besetzung der strategischen Ausschüsse festgelegt werden, damit die inhaltliche Arbeit der EKS Fahrt aufnimmt.

Die Stärke der Kirche Kommunizieren

Die Evangelisch-reformierte Kirche hat seit ihrer Gründung stets die geistesgeschichtlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen aufgenommen und reflektiert und ihrerseits wichtige gesellschaftliche Impulse vermittelt. Sie ist eine moderne, aufgeschlossene Kirche, in der Männer und Frauen Seite an Seite Kirche gestalten. Ihre Stärke ist der Dialog, die Vielfalt, sie lebt und vermittelt Werte, auf der die demokratische Schweiz basiert. 

Als Präsidentin gebe ich dieser Kirche wo nötig selber eine Stimme und ein Gesicht, orchestriere aber zugleich auch die vielen hervorragenden Stimmen und Gesichter unserer Kirchengemeinschaft. 

 

Das Potential der Kirche Weiterentwickeln

Den Mitgliedkirchen stellen sich im Zusammenhang mit den gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen dieselben Herausforderungen. Die Digitalisierung verändert die religiöse Information und Bildung gleich wie die demokratischen Prozesse. Die Individualisierung und das veränderte Bindungsverhalten an Institutionen fordern andere Modelle der Mitgliedschaft. Die multireligiöse Gesellschaft verlangt nach einem intensiven interreligiösen Dialog. Die EKS soll vermehrt zur Plattform und zum Netzwerk für die besten Ideen, hellsten Köpfe und besten Praxiserfahrungen aus dem Umfeld der Mitgliedkirchen werden, wo die gesamtgesellschaftlichen und kirchlichen Herausforderungen definiert, diskutiert und weiterentwickelt werden.